August und September 2022
Der Auftakt ins neue Jahr!
Die letzten Wochen ging alles super schnell. Von dem 23.07. bis zum 30.07.2022 war ich auf dem sogenannten „Reach“, dem Einführungsseminar von PAIS in Dänemark, Thy Sportsefterskole. Danach hatte ich gerade noch 2 ganze Tage Zuhause und dann ging es auch schon los!
Am 02.08. um 22 Uhr saß ich im Flieger, auf dem Weg nach Australien. Es ist so aufregend, mich endlich in das neue Abendteuer „Mission“ reinzustürzen, aber auch echt schwer, weil ich alle Zuhause unglaublich vermisse.
In Australien angekommen (04.08. 7 Uhr morgens), wurde ich am Flughafen abgeholt und herzlich willkommen geheißen. Ich wurde zu einer Gastfamilie gebracht, bei der ich die ersten zwei Wochen verbracht habe. Jetzt bin ich schon in Wollongong, New South Wales, meinem Einsatzort.



Das FSJler Seminar in Dänemark
In Dänemark habe ich über die Sicherheit im Ausland gelernt – wie ich in einer anderen Kultur leben und richtig mit Konfliktsituationen umgehen kann. Dort habe ich viele junge Leute kennengelernt, die auch ein Missionsjahr mit Pais machen oder schon eins gemacht haben.
Ich habe dort auch mega coole Mädels kennengelernt, die mit PAIS ins Ausland gehen. Leider sind die meisten nicht mit in Australien, aber wir bleiben in Kontakt und tauschen uns über unsere unterschiedlichen Erfahrungen aus.
Auf dem Seminar konnten wir uns gemeinsam auf unser Jahr vorbereiten.
Der Flug nach Australien

Die Letzten zwei Tage zuhause waren super aufregend. Ich habe mich von allen verabschiedet und dann war es soweit…
Meine Familie hat mich zum Frankfurther Flughafen gebracht. Dort haben wir noch ein bisschen Zeit miteinander verbracht und haben meine zwei großen Koffer zum Check-in gebracht. Als es dann zum Sicherheitscheck ging habe ich alle verabschiedet. Es war super traurig und wir haben alle geweint. [Auch wenn ich jetzt schon einige Wochen in Australien bin, habe ich unglaubliches Heimweh.]
Nach dem Sicherheitscheck bin ich dann weiter zu meinem Gate gegangen. Nach einer halben Stunde wurden alle zum Boarding aufgerufen.
In dem Flugzeug saß ich neben einem netten Mann, der aus Norwegen kommt und auf dem Weg zu seiner Arbeit in Singapur war. Der erste Flug war 12 Stunden lang und dort habe ich einige Stunden schlafen können. In Singapur, meinem ersten Stopp, angekommen, war es erstmal sehr schwer sich zurechtzufinden. Der Flughafen dort ist riesig!!! Ich habe mich umgeschaut und es gab sehr viele wunderschöne, sowie auch pompöse Geschäfte. Wie zum Beispiel auch diesen riesigen Louis Vuitton Laden, der sogar einen Bildschirm mit sich bewegenden Fischen hat.
Mein Aufenthalt an dem Flughafen betrug 6 Stunden. Deshalb habe ich mich in ein kleines, süßes Café gesetzt. Der letzte Flug von Singapur nach „Gold Coast“ war etwa 7 Stunden lang, aber sehr ermüdend.
Start im „Aussi“ Land

Endlich in Australien angekommen, wurde ich von der Nationalen Direktorin für Queensland (einem Bundesstaat von Australien) Dani abgeholt. Sie ist super lieb und leitet das PAIS Team in Brisbane, „Springwood Church of Christ“. Sie hat mich zu einer super lieben Familie gefahren, die mich für die kommenden 2 Wochen aufgenommen hat. In der ersten Woche habe ich nicht so viel gemacht, außer meinen Jetlag aufgeholt. Um 16 Uhr (Australische Zeit) bin ich schlafen gegangen und habe um 19 Uhr mit der Familie zu Abend gegessen. Dann um 22 Uhr bin ich wieder schlafen gegangen. Bis 6 Uhr morgens.
Alle waren mega gastfreundlich und ich habe mich sofort wie Zuhause gefühlt. Die Familie besteht aus der Mutter: Leanne, dem Vater: Scott, der Tochter: Kate und dem Sohn: Luke. Außerdem haben sie auch zwei ultra süße Hunde, die sich Winnie und Walter nennen. In dem Bild sieht man die beiden wie sie geduldig auf ihren Käse warten. Sie lieben Käse!!!
An einem Tag haben Leanne und Luke mich zu einer lokalen Koala-Station gebracht und ich habe zum ersten Mal echte Koalas gesehen.


Koalas Schlafen fast 22 Stunden am Tag und essen die anderen 2 Stunden. Wir waren genau zur richtigen Zeit da.
Danach sind wir noch durch den Park nebenan gegangen und wir haben kleine Kängurus, die sich auch Wallabies nennen, gesehen. Leider habe ich davon nicht so gute Bilder machen können, weil wir weiter weg bleiben mussten, da sie sonst weggehüpft wären.
Am 15.08. hat das „Foundational Training“ (FT) gestartet. Anfangs waren nur ich und ein weiterer FSJler, Josh, als Neuanfänger dabei, weil viele ihr Visum noch nicht bekommen hatten. Sie mussten sich die Videoaufzeichnungen zu dem Training Zuhause anschauen. Wir wurden von Dani und meinem Teamleiter, Aaron, der jetzt auch mit in Wollongong, New South Wales (NSW) ist, in den zwei Wochen geleitet. Uns wurden die sogenannten „Kingdom Principals“, nach denen PAIS handelt, erklärt. Außerdem wurden wir darin trainiert wie wir am Besten mit den Jugendlichen und Kindern in den Schulen und in der Jugendkirche umgehen und wir hatten eine einmalige Teamzeit wo wir uns besser kennenlernen konnten. In der zweiten Woche des FTs ist Christina, eine FSJlerin, die auch aus Deutschland kommt, nachgekommen. Sie ist mit in meinem Team in NSW. Wir haben uns direkt gut verstanden und sie ist jetzt schon eine sehr gute Freundin für mich.


Wir als Team haben mehrere Ausflüge gemacht. Zum Beispiel sind wir zu einem wunderschönen Strand an der Gold Coast gegangen. Dort bin ich mit ein Paar Leuten zu einem Sushi Restaurant gegangen und wir haben To go Sushi am Strand gegessen.
Australien hat wunderschöne Exotische Pflanzen, die ich so nie in Deutschland gesehen habe. Zum Beispiel den coolen Baum, den wir an dem Stand gesehen haben. Aber ich habe auch diese wunderschönen Pflanzen gefunden:


So viele schöne Pflanzen und so viele schöne Menschen. Ich bin so dankbar hier sein zu dürfen, ein Teil davon zu sein Menschen Leben zu verändern und so viel zu lernen, wie man Kirche baut und wie es ist in Mission zu leben! All die Leute, die ich schon kennenlernen durfte, waren super herzlich, gastfreundlich und liebevoll. Die Leute aus der Kirche, aber auch die Leute außerhalb von Kirche. Mir wurde gesagt, dass man hier sogar im Schlafanzug in den Supermarkt gehen kann ohne das es irgendwen stört. Das will ich mal ausprobieren. [weitere Infos folgen im nächsten Blogeintrag]
Die Reise in den Einsatzort
Als Christina nach Australien gekommen ist, gab es in ihrer ersten Nacht hier einen Einbruch in der Nachbarschaft und wir haben die Polizei gerufen. Das war sehr schockierend für uns alle. Uns wurde gesagt, dass das hier eigentlich nicht gängig ist. Am nächsten Tag sind wir zu einer anderen Familie „gezogen“ für die letzten Tage in Queensland, bis wir am 27.08. nach Sydney geflogen sind.
Der Flug hat nur 1 Stunde und 30 Minuten gedauert und in Sydney wurden wir von Laney, Aarons Frau abgeholt. Sie hat Christina und mich zu unserer Gastfamilie gefahren und hier leben wir seid ca. 4 Wochen.
Hier werden wir für den Rest des Jahres leben. Unsere Gast-Mutter heißt Sarah und ihr Mann Brydon. Die beiden haben 3 Kinder: Mcenna (6), Lacey (4) und Kobe (fast 2). Christina und ich dürfen in einem Teil des Hauses wohnen, wo wir einen gemeinsamen Aufenthaltsraum haben. Von da aus kommt man in unsere Zimmer.
In der ersten Woche unserer Ankunft in NSW haben wir die verschiedenen Bereichsleiter der Kirche, sowie die verschiedenen Leute der Kirche kennengelernt und in unsere Aufgaben rein geschnuppert. Die Woche danach waren Christina und ich leider krank, weshalb sich der erste Newsletter verschoben hat. Ich habe mich dann entschieden August und September gemeinsam in einen Beitrag zu packen.


In den Schulen haben wir erstmal nur bei dem Programm zugeschaut und die Kinder besser kennengelernt.
Aber ich freue mich schon so sehr auf die Fortschritte, die die Schüler gehen werden.
Bis jetzt durften schon dreimal zur Jugendkirche gehen und ich bin so erstaunt, dass deren Kirche so stark nach Jüngerschaft ausgerichtet ist! Die Kirche heißt „Lighthouse Church Wollongong“ und sie haben ein Prinzip das sich „Thank God Its Monday“ (TGIM) nennt. Dies soll die Menschen dazu ermutigen sich nicht nur auf Sonntag zu freuen und den Gedanken zu brechen, dass Mann Gott nur an dem einen Tag in der Woche, im Gottesdienst begegnen kann, sondern an jedem einzelnen Tag der Woche. Sie wollen Lehrer, Psychologen, Business Manager, etc. ermutigen in ihrem Beruf eine Veränderung zu sein. Gott mit in ihren Beruf und ihr alltägliches Leben zu nehmen. Das finde ich ultra stark!!! Diese Kirche erinnert mich auch vom generellen Aufbau und von der Struktur an die Kirche in Wuppertal.
Jeden Sonntag morgen um 10 Uhr findet ein Gottesdienst an dem großen Standort in Wollongong „Station“ statt und um 16 Uhr einer an einem etwas kleinerem Standort, der „Woolshed“. Was aber auch super inspirierend ist, ist das Treffen um 18 Uhr an der „Station“ was sich „Deep Dive“ nennt. Dort lernt man zu bestimmten Themen mehr und man guckt mit den Leuten tiefer in die Bibel. Dadurch dass es momentan noch eine kleine Runde ist, macht es die Zeit auch nochmal intensiver.
Unsere Aufgaben in der Kirche sind in erster Linie den verschiedenen Kinderkirchen und Jugendkirchen Leitern unter die Arme zu greifen.
Das heißt, dass wir Sonntags in der Kinderkirche helfen und Freitags in der Jugendkirche. Unter der Woche haben wir drei Arbeitstage wo wir mit den Leitern der Kirche gemeinsam arbeiten. Wir haben Treffen wo wir über bestimmte Bereiche der Jugendkirche, der Kinderkirche und der Schule sprechen. Wie man diese entwickeln kann und letzte Woche haben wir gemeinsam überlegt, wie wir ein NEXT Steps Team im Jugendgottesdienst verwirklichen können.
Ich durfte letzten Sonntag in den Kindergottesdienst der 2-5 jährigen rein schauen. Wir haben Bilder ausgemalt, dann gab es Lobpreis und einen kleinen Input und die Kinder haben sehr gut zugehört. Danach hatten sie eine kreative Aufgabe. Ich bin so begeistert zu sehen wie diese Kirche arbeitet und wie auch beide Kindergottesdienste (die Großen sowie die Kleineren Kinder) so gut auf die Kinder ausgerichtet sind.

Am 11. 09. waren meine Gastfamilie, Christina und ich in einem Zoo. Dort haben wir viele coole Tierarten gesehen, die es so nicht in deutschen Zoos gibt. Es gab richtig süße Koalas, einen tasmanischen Teufel (der aus Tasmanien, einer kleinen Insel unter Australien, stammt), Ameisenigel und echte Kängurus. Die Ameisenigel haben ganz lange Zungen, die bis zu 15 – 20 cm lang werden und in dem Zoo war einer von ihnen sogar ein Albino, was sehr selten ist. Die Kängurus waren in einem Gehege, was begehbar war. Wir konnten also zu den Kängurus gehen und durften sie streicheln. Eins der Kängurus hatte sogar ihr Kind im Beutel und ich durfte miterleben, wie es aus dem Beutel geschlüpft ist. Es konnte schon springen, weshalb ich glaube, dass die Mutter, in ihrem Beutel, nur auf das Baby Känguru aufgepasst hat und es nicht das erste mal für das Baby war. Hier ein Paar Bilder aus dem Zoo:








Letzten Mittwoch waren Christina und ich mit dem Jugendkirchen Leiter und einer Freundin aus der Kirche Wandern. Es war sehr anstrengend, aber es hat sich sehr gelohnt.
Wollongong hat ihren außergewöhnlichen Namen, weil die Stadt noch von den Ureinwohnern Australiens ist. Als wir oben auf dem Berg angekommen sind hat uns Nick, der Jugendleiter, die Geschichte, die sich die Ureinwohner ausgedacht haben, erzählt.
Wenn ihr die Geschichte hören wollt, könnt ihr gerne dem Link folgen. Sie wird hier von einer Ureinwohnerin Australiens erzählt:
Was steht an?
In den nächsten zwei Wochen haben die Schüler ihre „Frühlings – Ferien“, da jetzt ein Quartal vorüber ist und der Sommer schon fast vor der Türe steht. Christinas und mein Team Leiter ist in den Wochen in den USA und der Jugendleiter ist im Urlaub. Wir werden weiterhin in der Kirche aushelfen und die Kinderkirche unterstützen. Meistens findet die Jugendkirche in den Ferien nicht statt, deshalb haben wir Freitags Abend etwas weniger zu tun.
In der letzten Woche hat ein Fahrradrennen begonnen. Das sich abgekürzt „UCI“ nennt. Dieses Rennen wurde erst letztes Jahr eingeführt, ist aber jetzt schon größer als die Tour de France. Die Kirche hat sich den Sonntag dafür frei genommen, um am Wochenende bei dem Rennen zu helfen und ein Teil der Gesellschaft zu sein.

In den nächsten Wochen wird die Pais Youth Academy starten, wo wir in kleinen Gruppen Jugendliche in Jüngerschaft reinführen und sie darin unterstützen und lehren Mission im Alltag zu leben. Wir werden gemeinsam die Bibel studieren, verschiedene Missionsaktionen unternehmen und wir werden die Jugendlichen als Mentoren begleiten, damit sie selber auch andere in Jüngerschaft leiten können.
Gebetsanliegen:
Gebet ist unfassbar wichtig und kraftvoll, deshalb schreibe ich in jeden Newsletter Gebetsanliegen, für die du gerne beten kannst.
- Heilung (für meinen Rücken)
- Visums Bestätigung für ein Team Mitglied, was noch nicht hier ist (ihr Name ist Susmita)
- Kraft und Weisheit für Christina und mich (wenn wir helfen Teams auf die Beine zu stellen und auszubauen)
- offene Herzen im Missionsfeld
- Klarheit für die Zukunft (Studium, etc.)
- Segen für Fortschritte in der Schule (Cedars Christian College)
Es hat mir echt Spaß gemacht diesen Newsletter zu schreiben und ich hoffe es hat dir Spaß gemacht ihn zu lesen. Bis zum nächsten Mal!!! Liebe Grüße aus Wollongong, Australia.🤗

Hallo Lilly, ich habe gerade deinen Newsletter der Oma, Frank, Yvonne und Paul vorgelesen. Oma hat ja heute Geburtstag. Wir schicken dir unsere liebsten Grüße!